Meine ersten Wochen in Spanien

Ich bin nun seit über anderthalb Monaten in Spanien und es gab noch keinen einzigen Tag an dem ich die Entscheidung, ein Auslandsjahr zu machen bereut hätte. Zuerst will ich das Dorf in dem ich wohne ein wenig beschreiben: Es heißt Mazagón, liegt im Südwesten Andalusiens, circa eine halbe Stunde von der portugiesischen Grenze entfernt, und ist wirklich sehr schön. Es gibt ein sehr kleines Zentrum, um genau zu sein nur eine einzige Straße, in der man etwas einkaufen kann, der Rest sind alles kleine unterschiedliche Häuser, alle mit einer großen Terrasse.  Außerdem gibt es sowas wie ein Wahrzeichen,  „El Faro“ (der Leuchtturm), und einen großen sehr schönen Hafen neben einem noch viel größeren riesigen Strand.

Der Hafen

Der Hafen

Der Strand und das Meer

Der Strand und das Meer

Der Leuchtturm

Der Leuchtturm

Ich lebe ziemlich zentral mit einer Frau, ihrer erwachsenen Tochter und deren Freund in einem Haus. Mein Zimmer ist klein, mit einem Bett, einem Schreibtisch und einem Schrank ausgestattet, aber wie meine Gastmutter mir schon bei meiner Ankunft gesagt hat, und womit sie völlig recht behalten hat, das Schlafzimmer ist nur zum Schlafen da. Außerdem lebt hier ein äußerst liebenswürdiger Boxer mit uns.

(v. links n. rechts: Aiga, Peppi (die beiden haben uns vor ein paar Wochen besucht), Loli (meine Gastmutter), Ich)

(v. links n. rechts: Aiga, Peppi (die beiden haben uns vor ein paar Wochen besucht), Loli (meine Gastmutter), Ich)

Nela

Nela

Wie gesagt, der erste Monat hier war wunderschön, wir sind ans Meer zum Baden gegangen, hatten oft Besuch, auch von ehemaligen Austauschschülern, die bei Loli gewohnt haben, und haben viele Sachen unternommen. Gestern zum Beispiel haben wir das Dorf, in dem Loli geboren wurde, besichtigt. Es heißt Niebla und ist circa eine halbe Stunde von Mazagón entfernt. Zurzeit weilt dort eine Art Jahrmarkt und außerdem ein mittelalterlicher Markt mit vielen Ständen von exotischen Kaffeesorten über heilende Kräuter bis hin zu kunstvollen handgefertigten Vasen und Schüsseln. Außerdem haben wir das „Castillo de los Guzmanes de Niebla“, eine sehr gut erhaltene Ruine eines Schlosses. In den betreffenden Räumen wurde mit vielen Tafeln und Zeichnungen dessen Funktion vor Jahrhunderten erklärt: das Zimmer der Hofdame, die Küche, der Vogelturm und mein persönlicher Favorit: die Folterkammern. Leider musste ich diese allein erforschen, da meine Gastmutter sich nicht traute die finsteren Gänge gefüllt mit –teilweise originalen- Folterinstrumenten zu betreten, also habe ich mich allein mit dem sehr spärlichen Licht meines Handys durchgeschlagen und was soll ich sagen, das ist wahrscheinlich der unheimlichste Ort, den ich je betreten habe, das Licht fällt nur sehr vereinzelt durch wenige Löcher in der Decke und überflüssigerweise gibt es versteckte Lautsprecher die dumpfe Schreie, lautes Tropfen und grusliges Rascheln von sich geben. Zusätzlich laufen verkleidete Angestellte in Henkerkleidung oder langen weißen Gewändern durch die Gänge oder schleifen Ketten mit sich herum.

Ein Verließ

Ein Verließ

Die Folterkammern

Die Folterkammern

In meiner Schule wurde auch viel Halloween-Vorfreude verbreitet, die Gänge wurden mit Bilder, Grabsteinen und sonstigen Sachen dekoriert und es gab einen Kürbisschnitzkontest, an dem ich auch teilgenommen habe mit einem Freund. Leider gab es in ganz Mazagón keine Kürbisse, also mussten wir improvisieren und haben eine Melone gekauft. Hier das Ergebnis:

"Finger weg von Alkohol, an Halloween und den Rest des Jahres"

„Finger weg von Alkohol, an Halloween und dem Rest des Jahres“

(Wir haben nicht gewonnen haben aber eine besondere Auszeichnung bekommen.)

 

 

 

Hallo Welt!

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